Wie Astronauten im All zur Toilette gehen
Schüler aus Wolmirstedt interviewen die Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer über ein oft belächeltes, aber wichtiges Thema: den Gang zur Toilette im All.
Als Astronaut hat man einen einzigartigen Job, der nicht nur beeindruckend, sondern auch mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Eine der Fragen, die oft als humorvoll abgetan wird, ist: Wie geht ein Astronaut im All zur Toilette? Schüler aus Wolmirstedt hatten die Gelegenheit, diese spannende Frage Alexander Gerst und Matthias Maurer zu stellen. Bei diesen Interviews wurden einige Mythen über den Toilettengang im Weltraum entlarvt.
Mythos: Astronauten benutzen einfach einen Eimer
Viele Menschen glauben, dass Astronauten im All einfach einen Eimer oder eine Art von Behälter verwenden. Diese Vorstellung ist jedoch stark vereinfacht. In der Schwerelosigkeit ist es schwierig, Flüssigkeiten und feste Stoffe zu kontrollieren. Daher verwenden Astronauten spezialisierte Toiletten, die mit Vakuum- und Luftstromtechnologien ausgestattet sind. Diese Systeme helfen dabei, Abfallstoffe sicher zu entfernen und verhindern, dass sie im Raum schweben.
Mythos: Man kann im Weltraum einfach stehen und gehen
Ein weiterer gängiger Irrglaube ist, dass Astronauten im All einfach stehen und sich auf die Toilette setzen, wie wir es auf der Erde tun. In der Tat ist das Sitzen in der Schwerelosigkeit eine Herausforderung. Die Toiletten sind so konzipiert, dass die Astronauten mit Sicherheitsgurten und speziellen Polstern fixiert werden, um ein Abrutschen oder Schweben während der Benutzung zu verhindern.
Mythos: Astronauten haben keine Privatsphäre
Viele denken, dass es im All an Privatsphäre mangelt, besonders wenn es um den Toilettengang geht. Tatsächlich gibt es in der internationalen Raumstation (ISS) Bereiche, die den Astronauten Privatsphäre bieten. Die Toiletten sind durch Vorhänge oder Trennwände abgetrennt, sodass die Astronauten sich zurückziehen können, ohne von ihren Kollegen gestört zu werden. Das sorgt für ein Stück Normalität in der oft hektischen Umgebung der Raumstation.
Mythos: Die Toiletten im All sind nicht hygienisch
Ein weiterer häufiger Mythos ist, dass die Toiletten im All unhygienisch sind. Astronauten sind im Weltraum auf strenge Hygienepraktiken angewiesen, um ihre Gesundheit zu schützen. Die Toiletten sind so konzipiert, dass sie einfach gereinigt und desinfiziert werden können. Dies ist besonders wichtig, da ein Ausbruch von Krankheitserregern in der engen Umgebung der ISS schwerwiegende Konsequenzen haben könnte.
Mythos: Der Toilettengang ist eine einfache Angelegenheit
Schließlich wird oft angenommen, dass der Toilettengang im All eine schnelle und unkomplizierte Angelegenheit ist. In Wirklichkeit erfordert es jedoch viele Schritte und Vorbereitungen. Die Astronauten müssen sicherstellen, dass alles richtig eingestellt ist, bevor sie die Toilette benutzen. Dies umfasst das Anpassen der Geräte und das Überprüfen, ob alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren. So wird jeder Gang zur Toilette zu einer kleinen technischen Herausforderung unter Schwerelosigkeit.
Die Begegnung mit Alexander Gerst und Matthias Maurer hat den Schülern aus Wolmirstedt nicht nur faszinierende Einblicke in die Wissenschaft des Alls gegeben, sondern auch Lehrreiches über die alltäglichen Herausforderungen im Leben eines Astronauten vermittelt.
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